Kochen kannst du ohne Vorkenntnisse und mit kleinem Budget lernen. Du brauchst nur wenige gute Grundgeräte, einfache Rezepte und regelmäßige Übung. Starte mit leichten Gerichten wie Nudeln, Reispfanne, Omelett und Suppe und steigere dich langsam. Nach ein paar Monaten kochst du sicher ohne Rezept.
Als Nächstes: Küche prüfen
Für das Kochen zu Hause brauchst du keinen Schein. Wenn du später beruflich kochen willst, ist die dreijährige Ausbildung zum Koch/zur Köchin (IHK) der Weg. Wenn du für andere Essen verkaufst, brauchst du eine Gewerbeanmeldung und eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz vom Gesundheitsamt. Für Minderjährige: Frag bei Messern und Herd kurz deine Eltern.
Kann ich direkt loslegen? Heute: Such dir ein einfaches Rezept, z. B. Spaghetti mit Tomatensoße, prüfe Zutaten, kaufe fehlende ein und koche es am besten heute Abend.
Wasche dir vor dem Kochen die Hände. Rohes Fleisch und Geflügel immer getrennt vom Gemüse schneiden und Brett danach heiß abspülen. Hähnchen komplett durchgaren (Kerntemperatur mindestens 75 °C, kein rosa Fleisch). Reste schnell abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Gekochten Reis nicht lange warm stehen lassen. Beim Schneiden die Fingerspitzen einrollen (Krallengriff). Pfannenstiele nie über den Rand ragen lassen.
Ein scharfes Messer rutscht nicht ab. Halte das Messer mit Daumen und Zeigefinger an der Klinge. Zwiebel halbieren, flache Seite auf das Brett, einschneiden und dann würfeln. Lege ein feuchtes Tuch unter das Brett. Messer nie in die Spülmaschine und nie ins Wasser legen, sondern direkt abwaschen und abtrocknen.
Braten: Pfanne vorheizen, dann Fett, dann Zutaten. Nicht zu voll machen, sonst kocht es statt zu braten. Kochen: Nudeln in reichlich Salzwasser (ca. 10 g Salz pro Liter). Dünsten: wenig Wasser mit Deckel. Backen im Ofen: Ober-/Unterhitze oder Umluft, Temperatur ca. 180 bis 200 °C. Schalte nach dem Anbraten oft herunter, damit nichts verbrennt.
Probiere immer zwischendurch. Salz holt Geschmack heraus, Säure (Zitrone, Essig) macht frisch, Fett macht rund, Schärfe gibt Kick. Schmeckt etwas flach, fehlt oft Salz oder Säure. Gewürze erst nach und nach zugeben. Frische Kräuter am Ende zugeben.
Starte mit: Spaghetti mit Tomatensoße, Rührei und Omelett, Gemüsesuppe, Reispfanne mit Ei und Gemüse, Ofengemüse mit Feta, Linsen-Dal, Kartoffeln mit Quark. Koche jedes Gericht 2 bis 3 Mal, bis es ohne Rezept klappt. Danach Variationen mit anderem Gemüse oder Gewürzen.
Plane vorher 3 bis 4 Gerichte pro Woche und schreib eine Einkaufsliste. Koche größere Portionen und friere Reste ein. Kaufe Saisongemüse und Eigenmarken. Räume beim Kochen auf, dann bleibt es entspannt (Mise en Place: erst alles schneiden und bereitstellen, dann kochen).
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