Ein Hund ist ein Familienmitglied für 12 bis 15 Jahre. Du brauchst Zeit (täglich mehrere Stunden), Geld (ca. 80 bis 200 € im Monat) und die Erlaubnis von Vermieter und Familie. Am günstigsten und sinnvollsten ist oft ein Hund aus dem Tierheim oder von einer seriösen Tierschutzorganisation. Wenn du unter 18 bist, brauchst du die Zustimmung deiner Eltern, denn rechtlich haften und entscheiden sie.
Als Nächstes: Ehrlich prüfen
Jeder Hund muss in Deutschland bei der Stadt oder Gemeinde (Steueramt/Ordnungsamt) angemeldet werden, meist innerhalb von 2 bis 4 Wochen nach Einzug. Dafür zahlst du Hundesteuer (je nach Ort ca. 50 bis 200 € im Jahr). In vielen Bundesländern (z. B. Hamburg, Niedersachsen, Berlin, NRW für bestimmte Hunde) ist eine Haftpflichtversicherung Pflicht. Der Hund sollte per Chip gekennzeichnet und bei TASSO oder FINDEFIX registriert sein. Einen Hundeführerschein (Sachkundenachweis) verlangen z. B. Niedersachsen (für alle Ersthalter) und Berlin (für die meisten Hunde). Er ist sonst empfohlen.
Kann ich direkt loslegen? Melde dich heute beim nächsten Tierheim als Gassigeher an und frage deine Familie oder deinen Vermieter, ob ein Hund erlaubt ist. So merkst du schnell, ob es wirklich passt.
Ein Hund braucht täglich 2 bis 3 Stunden Zeit: mindestens drei Spaziergänge, Training und Zuwendung. Erwachsene Hunde sollten nicht länger als 4 bis 5 Stunden allein bleiben, Welpen viel weniger. Denk an Urlaub (Hundepension oder Betreuung), Wohnung, Beruf, Allergien und spätere Lebensplanung (Studium, Umzug, Ausbildung).
Wähle nach Alltag, nicht nach Aussehen. Anfänger sind mit ruhigen, leicht führbaren Mischlingen oder Rassen wie Labrador, Pudel oder Cavalier King Charles besser bedient. Hütehunde und Jagdhunde brauchen viel Auslastung. Prüfe die Listen deines Bundeslandes: Manche Rassen haben Auflagen. Tierheime beraten und vermitteln passende Hunde.
Gib dem Hund Ruhe, einen festen Schlafplatz und feste Zeiten. Nimm dir die ersten 1 bis 2 Wochen Urlaub. Wenige Besucher, kurze Spaziergänge. Welpen müssen alle 1 bis 2 Stunden raus, nach dem Fressen, Schlafen und Spielen. Lobe Stubenreinheit sofort und schimpfe nie nachher.
Arbeite mit Lob, Leckerlis und Geduld. Übe kurz (5 Minuten, mehrmals täglich): Sitz, Platz, Rückruf, Leinenführigkeit. Wichtig ist Sozialisierung: Menschen, Kinder, andere Hunde, Straßenverkehr. Strafen, Rucken und Stachelhalsbänder sind falsch und in Deutschland nach dem Tierschutzgesetz verboten.
Füttere 2 Mahlzeiten täglich (Welpen 3 bis 4). Verboten sind Schokolade, Weintrauben, Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch, Xylit und gekochte Knochen. Regelmäßig impfen, entwurmen, Zecken schützen. Beim Tierarzt melden bei Durchfall länger als 1 bis 2 Tage, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Lahmheit oder Schlappheit. Giftköder: Bei Verdacht sofort zum Tierarzt.
Es gibt Leinenpflichten in Städten, Wäldern, zur Brut- und Setzzeit (April bis Juli) in der Natur. Kot musst du entfernen. Du haftest für Schäden durch deinen Hund. Im Mietvertrag klärst du Hundehaltung schriftlich. Nimm den Hund nie bei Hitze im Auto mit. Das kann strafbar sein.
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